Onlinehandel hier. E-Commerce da. Zwei Buzzwords, welche im Geschäftsalltag nicht mehr wegzudenken wären. Mit Berechtigung. Das Vertreiben der eigenen Produkte über den digitalen Kanal wird für einen Grossteil der Unternehmungen zum Imperativ. Zumindest für jene, die zukünftig wettbewerbsfähig bleiben möchten. Und wer möchte das nicht? Doch das E-Commerce-Universum ist äusserst vielfältig. Viele Einflussfaktoren sind zu berücksichtigen. Dazu gehören die Definition der Zielgruppen, die Wahl der eigenen Domain und der richtigen Bezahlmethoden, die Ausarbeitung eines Logistik-Konzeptes und Vieles mehr. Sie sehen es selbst, Shop-Betreiber müssen eine Vielzahl an kleinen Zahnrädern in Bewegung setzen, damit der eigene Onlineshop zum Erfolg werden kann. Legen wir los.
Dass der Onlinehandel seit einigen Jahren auf dem Vormarsch ist, muss ich Ihnen wahrscheinlich nicht erläutern. Die Umsatzzahlen des Schweizer Onlinehandel sind seit Jahren auf der Überholspur. Tendenz steigend.
Nichtsdestotrotz ist es wichtig, dass Sie sich bewusst für den Vertrieb über einen eigenen Onlineshop entscheiden. Stellen Sie sich in der Anfangsphase drei grundlegende Fragen:
B2B oder B2C – das ist hier die Frage. Entscheiden Sie zuerst, ob Sie Ihre Produkte an Privatpersonen (B2C: Business to Customer) oder an Unternehmungen (B2B: Business to Business) vertreiben. Natürlich ist es auch möglich, Ihre Produkte an Endkonsumenten, sowie an Unternehmungen zu verkaufen. Nichtsdetotrotz unterscheidet sich die Zielgruppendefinition für den B2C- und B2B-Vertrieb massgeblich voneinander. Warum? Ganz einfach: Endkonsumenten ticken bei Kaufentscheidungen anders als Unternehmungen, bei welchen vielleicht bis zu 10 Mitarbeiter in einer Kaufentscheidung involviert sind.
Im B2B-Bereich geht es zuerst darum, die richtigen Unternehmen zu finden, welche Ihnen Ihre Produkte abnehmen. Im zweiten Schritt müssen die sogenannten Entscheider innerhalb der Unternehmungen identifiziert werden. Überlegen Sie sich hierfür, welche Instanzen in einer Unternehmung Sie ansprechen müssen, um Ihr Produkt erfolgreich verkaufen zu können? Müssen Sie direkt auf den CEO los oder reicht es, wenn Sie den Sachbearbeiter in der Einkaufsabteilung überzeugen?
Ich empfehle Ihnen, sich in der Anfangsphase Ihres E-Commerce-Projektes möglichst schnell um die gewünschte Domain für Ihren Onlineshop zu kümmern. Denn findet Ihre Lieblingsdomain einen anderen Käufer, so ist es sehr schwierig sie wieder zubekommen. Doch worauf kommt es bei einer Domain an? Was ist eine gute Domain? Es gibt einige hilfreiche Tipps, was Sie bei der Wahl Ihrer Domain beachten sollten:
Bei sogenannten Registraren haben Sie die Möglichkeit, die Verfügbarkeit Ihrer gewünschten Domain zu prüfen und diese direkt für Sie zu reservieren. Namhafte Registrare sind beispielsweise Metanet, Domaindiscount24, Amenic oder Hostpoint.
Im Verlaufe der Planung Ihres Onlineshops müssen Sie sich unbedingt die Frage stellen, welche Bezahlmöglichkeiten Sie in Ihrem Onlineshop anbieten möchten. Eins vorab: Je mehr, desto besser. Haben Online-Shopper(innen) nämlich die Auswahl aus verschiedenen Zahlungsmethoden, wirkt sich das positiv auf die conversion rate aus. In der folgenden Grafik sehen wir, welche Zahlungsmittel Schweizer Onlinehändler anbieten:
Old but gold. Die klassische Rechnung thront noch immer auf Platz 1 der Zahlungsmittel im Onlinehandel. Laut der aktuellsten Onlinehändlerbefragung bieten 83% aller Onlineshop-Betreiber die klassische Rechnung als Bezahlmethode an.
Beim Kauf auf Rechnung verlässt Ihr Produkt das Lager, ohne dass Sie sich sicher sein können, dass Sie das Geld jemals erhalten werden. Um dieses schwer kalkulierbare Risiko zu minimieren, gibt es zwei Optionen:
Das Onlineshopsystem von PepperShop verfügt über zahlreiche Anbindungen an Dienstleister im Bereich Risk Management. Weiterführende Informationen und eine hilfreiche Checkliste finden Sie hier.
Ein must have für jeden Onlineshop. Wer heutzutage auf Kreditkartenzahlungen in seinem Onlineshop verzichtet, vergrault potentielle Kunden – keine Frage. Die Bezahlung via Kreditkarte ist unkompliziert, schnell und vor allem sicher. Damit Sie Kreditarten als Zahlungsmittel in Ihrem Onlineshop anbieten können, benötigen Sie entsprechende Verträge mit einem Payment Service Provider und einem entsprechenden Acquirer.
Payment Service Provider
In der Schweiz stehen für die Zahlungsabwicklung drei grosse PSP-Anbieter (PSP = Payment Service Provider) zur Verfügung. Dies ist der Vertragspartner, der Ihnen ein virtuelles Terminal zur verschlüsselten Entgegennahme der Kreditkartendaten zur Verfügung stellt, prüft ob die Kreditkarte gedeckt ist und dann die Zahlung beim Acquirer veranlasst. In der Schweiz gibt es drei grosse Payment Service Provider:
Acquirer
Damit Sie Kreditkarten im Internet zur Bezahlung anbieten dürfen, brauchen Sie einen Akzeptanzvertrag mit den jeweiligen Kreditkartenfirmen. Dies wird vertraglich über einen sogenannten Acquirer abgewickelt.
Die Kreditkarten-Kommission (variiert stark, ca. 1.8% – 2.2% vom Umsatz) fällt bei sämtlichen Acquirern an. Diese Kommission ist umsatzabhängig und verhandelbar. Kleiner Tipp: Die Kommissionen sollten spätestens nach Vertragsablauf mit dem Acquiring-Partner wieder neu verhandelt werden.
TWINT ist derzeit in aller Munde. Trotz anfänglicher Startschwierigkeiten hat sich die intuitive Zahlungsmethode aus dem Hause PostFinance in der Schweiz etabliert. Vor allem im Onlinehandel. Der Vorteil: Ihre Kunden benötigen nicht zwingend eine Kreditkarte. Der Bezahlprozess ist einfach und unkompliziert. Ihre Kunden scannen einen QR-Code ab und bestätigen via Fingerabdruck oder sie verwenden einen 5-stelligen Zahlencode. Gemäss Medienmitteilung vom Januar 2020, verfügt TWINT mittlerweile über 2 Millionen Nutzer, welche monatlich rund 5 Millionen Transaktionen durchführen.
Der amerikanische Online-Bezahldienst zählt zurzeit über 300 Millionen aktive Nutzer. Das schreit für Sie als Onlineshop-Betreiber(in) nach einem enormen Potenzial. Rund 53% der Schweizer Onlineshops bieten PayPal als Bezahlmöglichkeit an.
Sie versenden die Ware erst, wenn Sie den entsprechenden Betrag auf Ihrem Bankkonto verbuchen konnten. Das heisst für Sie als Shop-Betreiber(in) also: Null Risiko.
Passen Sie jedoch auf: Vorauskasse stösst in der Schweiz auf wenig Akzeptanz und erhöht die Rate der Kaufabbrüche enorm. Vor allem wenn Sie keine alternativen Zahlungsmethoden wie Rechnung, Kreditkarten, PayPal oder Twint anbieten.
Die Logistik ist das Rückgrat jedes Onlineshops. Funktioniert Ihre Distribution nicht einwandfrei, so kann es zum Lieferungsverzug kommen. Das kann zur Folge haben, dass die Kundenzufriedenheit sinkt oder der Kunde sich künftig sogar einen alternativen Onlineshop sucht. Das wollen wir nicht. Schenken Sie dem Thema Logistik deshalb bitte mindestens dieselbe Aufmerksamkeit wie Ihrem Design, der korrekten Produktauswahl oder der Suchmaschinenoptimierung (SEO). Es folgen einige Tipps, welche Sie für die Gestaltung Ihres Logistik-Prozesses beherzigen dürfen:
Sie kennen es bestimmt selbst. Sie kommen auf einen Onlineshop und bilden sich innert weniger Sekunden anhand des Designs die Meinung, ob dieser Onlineshop vertrauenswürdig ist oder nicht. Wirkt der Onlineshop unprofessionell, ist er überladen mit Informationen oder Sie können sich schlichtweg nicht mit dem Design identifizieren, verlassen Sie den Onlineshop. Kunde weg, Umsatz weg.
Achten Sie darauf, dass Ihr Logo gut sichtbar (optimalerweise oben links oder mittig) in Ihrem Onlineshop positioniert ist. Ihre Corporate Identity bildet die Grundlage des Designs Ihres Onlineshops. Verwenden Sie somit unbedingt ihre Unternehmensfarben und die entsprechenden, definierten Schriften. So wirkt Ihr Onlineshop schnell sehr professionell und konsistent. Das weckt Vertrauen!
Ganz am Anfang haben wir Ihre Zielgruppen definiert. Ihre Zielgruppen sind das Mass aller Dinge. Rücken Sie Ihre Zielgruppen IMMER in den Fokus. Auch beim Design. Stellen Sie sich vor, Ihre Zielgruppe besteht aus Schweizer Kleinunternehmen im Bereich Metallbau. Macht hier ein hippes, farbenfrohes Ballon-Design Sinn? Um diese Zielgruppe anzusprechen definitiv nicht.
Ihre Kunden möchten schnell finden, wonach sie suchen. Strukturieren Sie deshalb Ihr Hauptmenü so, dass auf Anhieb klar ist, worum es in Ihrem Onlineshop geht, was Sie verkaufen oder welche Dienstleistungen Sie anbieten.
Sie müssen sich ziemlich schnell entscheiden, ob Sie Ihre Produktbilder selbst produzieren oder ob Sie jene vom Hersteller verwenden. Beides hat natürlich entsprechende Vor- und Nachteile. Im Grossen und Ganzen ist es sehr wichtig, dass Sie mit Ihren Produktbildern Professionalität ausstrahlen. Kleiner Zusatztipp: Geben Sie Ihren Produktbildern aussagekräftige Dateinamen anstelle von kryptischen Zahlen- oder Buchstabenkombinationen. Also lieber tasse_lila.jpg als f5Hbx3.png. Ein ordentlicher Dateiname wirkt sich positiv auf die Bildersuche bei Google aus,
So. Sie haben sich nun Gedanken darüber gemacht, weshalb Sie überhaupt einen Onlineshop erstellen möchten. Sie haben Ihre Zielgruppen definiert und wissen, wer Ihre Produkte online einkaufen soll. Online-Bezahlarten sind ready. Das Design Ihres Onlineshops ist attraktiv und ziemlich modern. Aber … niemand kommt und kauft ein. Warum? Das Marketing fehlt!
SEO (Suchmaschinenoptimierung) befasst sich – wie der Name schon sagt – mit der Optimierung Ihres Onlineshops, damit dieser in den gängigen Suchmaschinen indexiert und schlussendlich von den richtigen Menschen gefunden wird. Es folgen einige SEO-Basics, welche sich ohne grosse Vorkenntnisse umsetzen lassen:
Wie Sie sehen, gibt es zahlreiche Möglichkeiten, wie Sie Ihre Auffindbarkeit in den Suchmaschinen optimieren können. Und das ist nur ein Bruchteil davon. Sie müssen verstehen, dass SEO nichts Einmaliges ist. SEO ist ein kontinuierlicher Prozess.
Phuu. Fast geschafft. Damit Ihr Onlineshop nun Anklang findet, muss Marketing betrieben werden. Tun Sie das jedoch nicht nach Lust und Laune. Bevor Sie die Werbetrommel rühren, müssen Ihnen folgende Punkte klar sein:
Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, wie Sie Ihren Onlineshop marketingtechnisch pushen können.
Einige Massnahmen zeigen wir Ihnen gerne hier.
Wir empfehlen Ihnen, ein Impressum, Ihre AGB und wenn Nötig eine Widerrufsbelehrung und die Datenschutzerklärung zu hinterlegen. Die Datenschutzerklärung ist vor allem dann wichtig, wenn Sie Ihre Produkte oder Dienstleistungen an Kunden mit Sitz im EU-Raum verkaufen. Das wichtigste dazu finden Sie hier.
Bei der Erstellung eines Onlineshops müssen Sie viele verschiedene Faktoren berücksichtigen. Sie werden mit diversen Themen wie Marketing, Payment, Design, Verkauf, SEO und Recht in Kontakt kommen. Davor können Sie sich in diesem Fall nicht verstecken. Sie sind jedoch nicht allein. Wir sind bestrebt, jeden der auf den E-Commerce-Zug aufsteigen möchte, zu unterstützen.
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