Wie ein Landwirt das Internet für sich entdeckte

Markus Deppeler und sein Team produzieren hochwertige Pflanzenöle aus Schweizer Landwirtschaft. Als einer der ersten Kunden hat Markus Deppeler auf PepperShop gesetzt. Nun betreibt er bereits seit 2004 die Website pflanzenoel.ch.

Wie Markus Deppeler die 21 Jahre des Unternehmertums erlebte und welche Herausforderungen ihm gegenüberstanden, berichtet er uns im Interview.

Seit 21 Jahren verkaufen Sie bereits hochwertige Speiseöle. Wie hat das alles gestartet?

Ich hatte einen kleinen Bauernhof und wollte veredelte Produkte direkt an Endkonsumierende verkaufen. Auf der Suche nach dem richtigen Produkt bin ich in einer deutschen Landwirtschaftszeitung auf die Ölproduktion gestossen. Nach zahlreichen Recherchen und Testversuchen startete ich die Produktion der Pflanzenöle auf dem eigenem Hof. Im Vergleich zu herkömmlichen Speiseölen sind kaltgepresste Pflanzenöle weitaus gesünder und zu hundert Prozent rein.

Ölpresse

Ölkuchen

Sie haben unterschiedliche Verkaufskanäle ausprobiert. Wie haben Sie Ihre Strategie gefunden?

Mein Bauernhof liegt abseits eines Dorfes und es verwirren sich kaum Leute hierher, deshalb machte damals ein typischer Hofladen keinen Sinn. Anfang der 2000er Jahre waren zudem hochwertige Öle in der Schweiz eine Seltenheit und benötigten spezielle Erklärung. Deshalb besuchten wir über 20 Märkte pro Jahr, um unsere Produkte persönlich vorzustellen. Heutzutage haben sich die Märkte jedoch verändert und wir gehen nur noch an wenige gezielte Märkte und Messen.

Früh starteten wir auch den Verkauf über den Onlineshop. Dieser ist standortunabhängig und die Kundschaft kann sich direkt selbst über die Produkte informieren. Der Versand war dabei eine der grössten Herausforderungen. Nach einigen Vergleichen von Logistikpartnern entschieden wir uns für die Schweizer Post und versenden heute über 2000 Pakete im Jahr. Früher sandten wir die Produkte auch ins Ausland. Die Zollkosten waren jedoch höher als das Produkt selbst und mehrfach wurden Pakete an Ländergrenzen aus unerklärlichen Gründen zurückgewiesen.

Wir konnten über die Jahre eine super Stammkundschaft aufbauen, viele geben nun per Telefon, Mail oder Shop Ihre Bestellungen durch und holen die Produkte direkt ab Hof ab. Der persönliche Kontakt ist trotz Digitalisierung sehr wichtig bei uns.

2004 sind Sie mit PepperShop live gegangen. Was hat sich bis heute verändert am Shop?

Wir haben uns mit dem PepperShop über die Jahre weiterentwickelt. Letztes Jahr haben wir dann in Zusammenarbeit mit Glarotech GmbH und LEXO GmbH ein kleines Projekt gestartet und die komplette Webseite in den Shop integriert sowie das Design aufgefrischt. Dabei konnten wir einige Tipps mitnehmen, wie beispielsweise die Wichtigkeit der eigenen Inhalte oder die Funktionalität von Flexboxen.

Mein Lieblingsmodul des PepperShops ist das Gutschein Modul. Es ist sehr vielfältig einsetzbar. Einerseits benötigen wir es bei Fehlbestellungen und falschen Rechnungsbeträgen. Andererseits belohnen wir damit unsere langjährige Kundschaft und können ihnen so unsere Anerkennung zeigen.

Startseite pflanzenoel.ch

Pflanzenoel.ch ist eine Aktiengesellschaft. Wie kam es dazu?

Die Landwirtschaft ist eine Branche mit hohen Investitionskosten woraus hohe Abschreibungen resultieren. Obwohl das Geschäft gut lief, hatten wir kaum flüssige Mittel. Den Gewinn investieren wir jeweils sofort wieder in neue Maschinen. Deshalb haben wir uns für die Gründung einer Aktiengesellschaft entschieden.

Die meisten Aktionäre sind zudem auch unsere Kunden/innen, wir können sie sogleich in Entscheidungen miteinbeziehen und uns ihre Ideen anhören. An der jährlichen Generalversammlung zeigen wir jeweils auch unseren Betrieb, die Felder sowie die neuen Maschinen. So profitieren wir gegenseitig. Ausserdem ist dank der Aktiengesellschaft die Beziehung zur Firma juristisch sauber geregelt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.