Angriff statt Rückzug: Marketing-Tipps für Ihren Onlineshop während COVID-19

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Corona ist da. Die Welt steht still. Landesgrenzen sind geschlossen. Der stationäre Handel macht mehrheitlich dicht. Soziale Aktivitäten werden auf ein Minimum eingeschränkt. Es herrschen ungewöhnliche Zustände. Unternehmer und Onlineshop-Betreiber müssen sich überlegen, wie sie in der Krisenzeit kommunizieren. Werbebudgets werden angepasst. Marketingstrategien und geplante Massnahmen werden über den Haufen geworfen. Wir illustrieren für Sie den Einfluss der aktuellen Lage auf das Kaufverhalten der Konsumenten und danach folgen einige kleine Marketing-Tipps für Onlineshops in der Krisenzeit.

Corona vs. Kaufverhalten

Corona, COVID-19, SARS-CoV-2. Man kann es drehen und wenden wie man möchte: Es bleibt das Gesprächsthema Nummer 1. Ob in den Medien, von Unternehmungen oder in privaten Gesprächen. Das Virus hat einen wesentlichen Einfluss auf unser Leben, unsere Umgangsformen und letztendlich auf unser Kaufverhalten.

Eine Studie von The Nielsen Company, einem Marktforschungsunternehmen aus den Vereinigten Staaten, verdeutlicht anhand von 6 Phasen den unmittelbaren Impact von COVID-19 auf das Konsumverhalten der Bürger.

Wie Sie sehen: Krisenzeiten wecken den Überlebensinstinkt. Die Menschen denken zuerst an die eigene Gesundheit und an die Sicherstellung der Lebensmittelversorgung. Das verdeutlichen auch die Zahlen. So gehörten gemäss Nielsen Desinfektionsmittel (+615%), Mehl (+37), Teigwaren (+32%), Reis (+31%) und Toilettenpapier (+16%) zu den absoluten Kassenschlagern im Februar 2020. (%-Zunahme im Vergleich zum Vorjahr).

Onlineshops als sicherer Hafen? Nicht unbedingt.

Man hätte meinen können, dass die Umsätze der Onlineshops während der Corona-Krise aufgrund des staatlich verordneten Lockdowns durch die Decke gehen würden. Das stimmt leider nur bedingt. Rund 55% der Onlinehändler verzeichnen gemäss dem deutschen Händlerbund Einbussen im Geschäft. Lediglich bei 11% der Onlinehändler hat der Bestelleingang im selben Zeitraum zugenommen. Aber wer sind den nun die Gewinner im E-Commerce?

Ein Blick auf die Zahlen verschafft Klarheit:

  • Vitamine +320%
  • Schutzkleidung +350%
  • Videospiele +370%
  • Telefon-Headsets +910%

Wenig überraschend: Onlineshops, welche Produkte für die Gesundheit, zum Zeitvertreib während der Quarantäne oder Zubehör für das Homeoffice verkaufen gehören zu den Profiteuren der Krise.

Action-Plan: Kommunizieren statt schweigen

Ob Sie nun zu den Profiteuren gehören oder eben nicht. Es ist wichtig, dass Sie als Onlineshop-Betreiber den Draht zu Ihren Kunden und Ihren Zielgruppen haben. Interagieren Sie. Kommunizieren Sie. Schweigen Sie nicht.

7-Punkte-Plan für Onlineshops während Covid-19

  1. Ehrliche Kommunikation: Halten Sie regen Kontakt zu Ihren Kunden. Kommunizieren Sie ehrlich und vor allem authentisch. Das ist ihnen wichtig in einer Zeit, in welcher die sozialen Kontakte ohnehin schon auf ein Minimum reduziert worden sind. Menschen benötigen in Krisenzeiten eine führende Hand. Seien Sie darum für Ihre Kunden da und positionieren Sie sich als hilfsbereiter Partner und gewinnen Sie so Vertrauen zu Ihrer Unternehmung oder Marke.

  2. Webinare: Führen Sie Webinare über Ihre Produkte oder Dienstleistungen durch und festigen Sie den Draht zu Ihren Kunden und Ihrer Zielgruppe.
    💡 Kleiner Tipp: Wir bei PepperShop führen unsere Webinare erfolgreich mit livestorm durch.

  3. Newsletter-Marketing: Halten Sie Ihre Kunden mit Newslettern auf dem Laufenden. Nutzen Sie die Zeit, in welcher das Tagesgeschäft vielleicht etwas schleppend läuft und eine Strategie für die Gewinnung von Newsletter-Empfängern festzulegen.
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  4. Direct-Chat: Chatten Sie in Echtzeit mit Ihren Onlineshop-Besuchern. Das schafft nicht nur Authentizität, sondern fördert auch die Kundenzufriedenheit und das Vertrauen gegenüber Ihrem Onlineshop.
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  5. Retargeting: Eine sehr effektive Methode um Personen, welche bereits mit Ihrem Onlineshop interagiert haben, auf anderen Plattformen (z.B. Facebook, Instagram oder im Google-Such-Netzwerk) zielgerichtet anzusprechen. Ziel ist es, den verlorenen Onlineshop-Besucher, welcher bereits schon mal Interesse an Ihrem Produkt gezeigt hat, erneut auf das Produkt oder Ihren Onlineshop aufmerksam zu machen.
    ☝️ Aufgepasst: Detaillierte Informationen rundum Retargeting finden Sie hier.

  6. Social Media: Versuchen Sie, Ihre Zielgruppe auf den sozialen Medien zu erreichen. Stellen Sie sich hier jedoch folgende wichtige Frage: «Auf welchem Plattform sind jene Leute vertreten, welche mein Produkt kaufen möchten?». Sie können sich sicherlich gut vorstellen, dass beispielsweise ein Hersteller von hochpräzisen Fräsmaschinen auf Snapchat höchstwahrscheinlich die falsche Zielgruppe anspricht. Es ist deshalb enorm wichtig, dass Sie ganz genau wissen, wer Ihr Produkt kaufen soll.

  7. Überdenken der Marketing-Strategie: Passen Sie im Hinblick auf die aktuelle Situation eventuell Ihre Marketingstrategie an. So macht es vielleicht Sinn, statt auf Performance Marketing (Verkauf) eine Branding-Kampagne (Image/Positionierung) zu lancieren oder umgekehrt, ein kleiner Exkurs:

    Branding-Kampagne
    Branding-Kampagnen haben zum Ziel, ein bestimmtes Image zu etablieren und eine langfristige Positionierung Ihrer Unternehmung zu erreichen.

    Performance-Marketing
    Hier liegt der Fokus auf den messbaren Interaktionen mit der Zielgruppe. Performance-Advertising wird meist als Verkaufsförderung oder zur Neukundengewinnung eingesetzt.

    Wann ist nun was sinnvoll?
    Gehören Sie zu den Profiteuren der momentanen Situation ist es sinnvoll, auf schnelle Verkäufe abzuzielen. Setzen Sie somit auf Performance-Marketing. Schalten Sie Google Ads-Kampagnen, publizieren Sie bezahlte Ads auf den Social Media-Kanälen um Neukunden zu gewinnen und Ihre Verkaufszahlen zu maximieren. Halten Sie sich jedoch zu jedem Zeitpunkt Ihre Zielgruppe vor Augen.

    Sind Sie in einer Branche tätig, welche aufgrund der Covid-19-Krise Einbussen erleidet, machen Branding-Kampagnen für ein langfristige Positionierung Ihrer Unternehmung mehr Sinn, als auf den unmittelbaren Verkauf von Produkten abzuzielen. Ein Beispiel: Durch die Schliessung der Grenzen auf der ganzen Welt wird das Reisen unmöglich. Die Reise-Branche tut nun gut daran, die Ressourcen in langfristige Marketingkampagnen zur Steigerung der Akzeptanz und des Images zu investieren, statt auf einen schnellen Abverkauf abzuzielen. Denn die Nachfrage ist schlichtweg nicht existent momentan.

Fazit

Die Welt steht aufgrund der Corona-Krise still. Corona ist bei allen Menschen «top of mind». Das spiegelt sich auch auf das Kaufverhalten der Konsumenten. Onlineshops, welche Produkte für die Gesundheit, zur Unterhaltung während des Lockdowns oder Zubehör für das Homeoffice verkaufen, erleben eine Blütezeit. Der Onlinehandel ist jedoch nicht zu hundert Prozent ein sicherer Hafen. Onlineshop-Betreiber müssen sich in der momentanen Situation gut überlegen, wie sie die Zeit produktiv und möglichst gewinnbringend einsetzen. Kommunizieren Sie weiter. Überlegen Sie sich Strategien. Treiben Sie Ihr Marketing voran, damit Sie gestärkt aus der Krise kommen.

PepperShop ist für Sie da.
Als Schweizer Hersteller der Onlineshop- und Kassensoftware PepperShop ist es uns ein sehr grosses Anliegen, unseren Kundinnen und Kunden in dieser ungewöhnlichen Zeit zur Seite zu stehen. Die Module Chat und Mitteilungen bieten wir deshalb bis auf Weiteres kostenlos an. Auch unsere kostenlosen Webinare bleiben Bestandteil unserer Unterstützungsaktionen.

Bleiben Sie gesund!

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