Marktplatzintegration über bestehende Schnittstellen (EDI)

Die Bedeutung von Online-Marktplätzen wie Digitec Galaxus, Amazon und Co. nimmt innerhalb des E-Commerce stetig zu. Dazu muss dem Marktplatz das eigene Angebot und die Verfügbarkeit der Produkte regelmässig zur Verfügung gestellt werden. Im Gegenzug liefert der Marktplatz Bestellungen zur Ausführung an den Anbieter.

In Verbindung mit einem Warenwirtschaftssystem (ERP) kennt der Onlineshop immer die aktuellen Sortimentsdaten und kann Aufträge im ERP erstellen. Hier kommt die Stärke der Marktplatzintegration über den Onlineshop ins Spiel.

Der Onlineshop kann zu jeder Zeit aktuelle Sortimentsdaten liefern und Bestellungen vom Marktplatz entgegennehmen. Die Bestellungen lassen sich über die bestehende Schnittstelle ins ERP einliefern, ohne dass eine Schnittstelle zwischen dem Marktplatz und ERP-System erstellt werden muss.

Mit PepperShop lassen sich einfach strukturierte Daten dem Marktplatz bereitstellen und Bestellungen verarbeiten.

Marktplatzintegration mit Digitec Galaxus AG

Schauen wir uns die Integration am Beispiel von Digitec Galaxus AG genauer an. Digitec Galaxus AG bezieht Ihr Angebot regelmässig automatisiert von Ihrem Shop und integriert dieses ins eigene Produktsortiment.

Die folgende Abbildung zeigt die bereits vorhandene Schnittstelle von PepperShop zu Ihrem ERP-System. Mittels Marktplatzmodul kann nun die Anbindung zu Digitec Galaxus AG integriert werden.

Abb1: Marktplatzintegration

Bestellt ein Kunde bei Digitec Galaxus AG eines oder mehrere Ihrer Produkte, generiert dies automatisiert eine Bestellung in Ihrem Onlineshop, der auch als Auftrag im ERP-System angelegt wird. Die Bestellung wird im PepperShop Kundenmanagement mit Auswahl der folgenden Bestellungsstati weiterverarbeitet:

  • Eingegangen
  • In Bearbeitung
  • Versendet
  • Abgeschlossen
  • Lieferverzögerung
  • End of Life

Jegliche Informationen (z.B. Lagerbestand, Rechnung, etc.), die Digitec Galaxus benötigt, werden mittels Setzung des Status automatisch ausgelöst.

Bei einer Lieferverzögerung setzen Sie den Bestellungstatus auf «Lieferverzögerung». Sie haben dann auch die Möglichkeit eine Teillieferung zu erfassen. Hierfür öffnet sich eine neue Maske mit den bestellten Artikeln. Nun können Sie für eine gewisse Anzahl eine Teillieferung hinzufügen und den Status pro Lieferung anzupassen.

Abb2: Teillieferung PepperShop Administration

Anbindung an andere Marktplätze

Über die Auftragsschnittstelle lassen sich auch andere Marktplätze mit geringem Aufwand in Ihren PepperShop integrieren.

Möchten Sie einen bestimmten Marktplatz an Ihren PepperShop anbinden? Fragen Sie uns unverbindlich unter support@glarotech.ch an.

20 Jahre PepperShop – die späten Nullerjahre

Die ersten Jahre entwickelte das Gründer-Trio den PepperShop auf Basis der Diplomarbeit weiter – nachzulesen in unserem Firmenrückblick Teil 1. Im Jahr 2005 versuchten sich die drei Software-Entwickler auch als Bäcker mit eigenem Produktkonfigurator.

In den kommenden Jahren wurde PepperShop laufend aktualisiert und neue Updates herausgebracht. Im Jahr 2007 folgte der erste Auszubildende und im Jahr 2009 der erste Mitarbeitende.

Von Marmor- bis Blueberry Cake

Von 2005 bis 2012 tauchte Glarotech GmbH in die Welt der Torten und Cakes ab. Mit dem deutschen E-Commerce-Partner Kuchenkurier.de als Franchisegeber versendete das Software-Unternehmen Kuchen in der ganzen Schweiz und lernten aus eigener Erfahrung, was es genau heisst, einen Onlineshop zu betreiben. Für 50 Franken erhielt die Kundschaft nicht nur einen Kuchen, sondern ein Geschenkpaket, in Cellophan mit Schleife – Farbe nach Wahl – gehüllt.

Eine grosse Herausforderung war die Planung der Logistik. Die Kuchenbestellung traf in Wil per Telefon oder Onlineshop ein, wurde danach in einer Bäckerei gebacken, von der Invalida St. Gallen eingepackt und schlussendlich per Post versendet. Aufgrund des hohen Aufwands beendeten die Gründer das Kuchengeschäft im Jahr 2012 und konzentrierten sich wieder auf Ihre Kernkompetenz.

Die Basis des Kuchenkurier-Onlineshops war ein riesiger Konfigurator, mit dem das Kuchengeschenk zusammengestellt werden konnte. Dieser Konfigurator gibt es heute als Modul „Artikel-Sets“ zu kaufen.

Im Allgmeinen gibt es drei Möglichkeiten im PepperShop einen solchen Konfigurator zu bauen:

Artikel-Sets

Mithilfe des Moduls Artikel-Sets können bestehende Artikel im Shop über Variationsgruppen zusammen in einem Bundle angeboten werden. Die Kundschaft wählt einen Artikel aus, bei dem aus mehreren Auswahlgruppen je ein Unterartikel ausgewählt werden muss, bevor er in den Warenkorb gelegt werden kann. Das folgende Beispiel zeigt die Artikel-Sets auf kuchenkurier.ch.

Optionsartikel

Optionsartikel sind in der Grundversion von PepperShop enthalten. Es wird ein Artikel als Hauptartikel erfasst und dazu Artikel als Optionsartikel via Massenmutation verknüpft. Wenn die Optionsartikel nicht separat verkauft werden, können diese einfach einer nicht sichtbaren Kategorie zugeordnet werden.

Hauptartikel mit diversen gruppierten Optionsartikeln

Hier finden Sie eine Anleitung dazu.

Individuelle Programmierung

Eine weitere Möglichkeit wäre ein individueller komplett Merkmal basierter und frei programmierbarer Konfigurator. Dies ist insbesondere für komplexe Artikelgruppen gedacht und erfordert eine enge Zusammenarbeit mit Glarotech GmbH.

dentavis.ch Konfigurator

Eine neue Ära: Shopversion 2

Die Shopversion 2 war mit Abstand das bisher grösste Update in der mittlerweile 4-jährigen Geschichte des PepperShops und setzte sich von 2005 bis 2012 durch. Ein neues Design, eine umfangreiche Lagerbestandsverwaltung und viele neue Funktionalitäten erlaubten es PepperShop noch flexibler einzusetzen als bisher. Mehr Informationen zur Shopversion 2 finden Sie in der damaligen Release-Note.

Machen Sie sich einen Überblick der Shopversion 2 im Vergleich mit der heutigen Shopversion 8:

Rund um den Warenkorb

Der Warenkorb ist das Verbindungsstück zwischen dem Durchstöbern der angebotenen Produkte und dem Bestellvorgang. Die Kundschaft hat im Warenkorb nochmals die Möglichkeit, Ihre gewählten Artikel zu überprüfen, die Stückanzahl anzupassen oder bestimmte Artikel zu entfernen bevor es dann weiter zum Kaufprozess / zur Kasse geht.

Nachfolgend möchten wir Ihnen einige Funktionen und Erweiterungsmodule für Ihren Warenkorb aufzeigen.

Allgemeine Einstellungen wie beispielsweise Artikelbilder im Warenkorb anzeigen, können Sie direkt unter System Einstellungen – allgemeine Einstellungen – System Konfiguration vornehmen.

Als Kunde anmelden

Wussten Sie, dass Sie sich als Ihr Kunde in Ihrem Onlineshop anmelden können? Diese Funktion können Sie auf unterschiedliche Art und Weise benutzen. Einerseits können Sie so Telefonbestellungen entgegennehmen und die Bestellung direkt auf dem Kundenkonto tätigen. Andererseits können Sie persönliche Warenkörbe oder Merklisten für Ihre Kundschaft kreieren. Beispielsweise sprechen Sie persönlich mit einem Kunden über ein spezifisches Produkt. Indem Sie nun das Produkt direkt in seinen Warenkorb legen, vereinfachen Sie den Suchvorgang für Ihr Kunde enorm und er kann sich die Produktdetails direkt im Onlineshop ansehen.

In der Administration unter Kunden/Bestellungen – Kundenmanagement – Kunde bearbeiten können Sie sich zuunterst als Kunde anmelden:

Abb. 1: als Kunde anmelden

Hinweis: Bitte beachten Sie die Datenschutzregelung und setzen Ihre Kundschaft bei Eröffnung eines neuen Kundenlogins über die Speicherung und Nutzung der Daten in Kenntnis.

Artikel direkt in den Warenkorb legen

Legen Sie Artikel direkt über einen URL in Ihren Warenkorb. Die URL können Sie dann beispielsweise mit einem Newsletter versenden oder auf einer Kampagne abdrucken. Die Kundschaft klickt auf Ihren Link und wird direkt in den Warenkorb weitergeleitet. Sie finden hier eine Anleitung dazu.

Merkliste

Die Merkliste gilt als Vorstufe des Warenkorbs und dient als vorläufiger Speicherort von interessanten Artikeln, die nicht sogleich im Warenkorb landen. Artikel können direkt von der Artikeldetailseite oder von der Produktliste auf den Merkzettel gelegt werden. Insbesondere der direkte Merkzettel-Button auf der Produktlistenseite hilft, wenn zunächst eine grössere Menge von Artikeln gemerkt und anschliessend im Detail betrachtet werden möchte.

Zudem haben Sie dank dem Modul die Möglichkeit, die Merklisteneinträge Ihrer Kundschaft zu verfolgen. Es kann ausgewertet werden, welche Artikel im Moment für die Kunden interessant sind und kann so gezielt kommunizieren oder Aktionen lancieren.

Ohne eine Merkliste nutzt die Kundschaft oft den Warenkorb als Merkliste. Dies kann die Conversion Rate und die Abbruchrate Ihres Warenkorbs beeinflussen.

Abb. 2: Merkliste-Button auf der Artikeldetailseite

Cross-Selling

Mithilfe von Cross-Selling können Sie Ihrer Kundschaft zusätzliche Produkte vorschlagen, die zu dem bereits gewählten Produkt passen. Beispielsweise ein Ladekabel für einen Laptop oder Erde für einen Blumentopf. Die zusätzlichen Produkte werden schlussendlich direkt bei den Artikeldetails als Option oder im PopUp des Warenkorbs angezeigt.

Im PepperShop können Sie Cross-Selling auf zwei Arten betreiben:

Manuelle Optionsartikel:
Unter Artikel – Massenmutation können Sie sogenannte Optionsartikel hinzufügen. Dabei verknüpfen Sie die passenden Artikel manuell miteinander.

In der PepperShop Administration unter System Einstellungen – allgemeine Einstellungen – System Konfiguration können Sie dann bestimmen, ob beispielsweise die verknüpften Optionsartikel, beim in den Warenkorb legen, angezeigt werden sollen (In Warenkorb legen mit Cross-Selling).

Automatisches Cross-Selling:
Das automatisierte Cross-Selling funktioniert nach dem Schema: „Andere Kunden, die diesen Artikel gekauft haben, kauften auch folgende Artikel…“. Diese Funktionalität wird in Form eines separat zu erwerbenden Moduls angeboten.

Persistenter Warenkorb

Wenn ein potenzieller Kunde seine ausgewählten Produkte in den Warenkorb legt und Ihren Onlineshop dann kurz vor dem Bestellprozess verlässt, kann dies viele Gründe haben. Es könnte ein Versehen sein oder der Kunde möchte sich noch ein paar Tage für die Kaufentscheidung Zeit nehmen. Falls dieser Kunde später nochmals auf den Onlineshop zurück kommt, ist sein Warenkorb jedoch leer und Sie haben möglicherweise einen potenziellen Kunden verloren. Damit dies nicht passiert, speichert das Zusatzmodul persistenter Warenkorb den gefüllten Warenkorb Ihres Kunden. Im PepperShop kann der persistente Warenkorb an zwei verschiedene Elemente gebunden werden (auch die Laufzeit kann definiert werden):

  • Kundenaccount (Login)
  • Session (Besucher ohne Account)

Warenkorb Wiederherstellung / Remarketing

Erinnern Sie Ihre Kundschaft an verlassene Warenkörbe und holen sie mithilfe gezieltem E-Mail-Marketing in den Kaufprozess zurück. Mit dem Modul Warenkorb Wiederherstellung wird die Kundschaft nach einem Bestellabbruch per E-Mail benachrichtigt, falls eine E-Mail Adresse hinterlegt ist. Basierend auf einer Vorlage erhält der Kunde nach einer gewisser Zeit ein E-Mail, worin sich ein Wiederherstellungslink des «alten» Warenkorbs befindet. Der Kunde kann dann ganz einfach seinen Einkauf fortsetzen.

Hinweis: Bitte beachten Sie die Datenschutzbestimmungen im eingesetzten Land. Dieses Modul ist in der EU nicht erlaubt.

Warenkorb Promotion-Artikel

Promotion-Artikel sollen das Interesse der Endverbrauchenden für Produkte steigern und die Möglichkeit bieten, (neue) Produkte zu testen. Solche kostenlosen Giveaways kennt man hauptsächlich aus Verteilaktionen in Geschäften oder auf Strassen. Mit dem Zusatzmodul Warenkorb Promotion-Artikel können Sie dies nun auch im Onlineshop.

Das Prinzip: Man bestimmt die Anzahl Artikel des Hauptartikels, die gekauft werden müssen, damit ein kostenloser Promotion-Artikel beigelegt wird.

Das Modul benötigt anfänglich Konfigurationshilfe und eventuell manuelle Anpassungen. Bitte wenden Sie sich bei Interesse an unseren Support an support@glarotech.ch.

Abb. 5: Warenkorb Promotion-Artikel

Schnellbestellung

Bieten Sie Ihrer Kundschaft einen einfachen Kauf auf Schnellbestellung an. Ihre Kundschaft braucht nur die Artikel-Nr. sowie die gewünschte Menge in das Schnellformular oder per Excel einzutragen und fügt die Artikel direkt dem Warenkorb hinzu. Dies ist vor allem im B2B-Bereich spannend oder wenn Sie mit Katalogen arbeiten.

Fazit

Mit den oben beschriebenen Warenkorb-Features können Sie Ihren Warenkorb individuell für Ihr Geschäftsmodell optimieren. Behalten Sie Ihren Warenkorb beispielsweise mittels Trichtern im Google Analytics im Auge und reagieren Sie bei zu hohen Abbruchraten.

Wie ein Landwirt das Internet für sich entdeckte

Markus Deppeler und sein Team produzieren hochwertige Pflanzenöle aus Schweizer Landwirtschaft. Als einer der ersten Kunden hat Markus Deppeler auf PepperShop gesetzt. Nun betreibt er bereits seit 2004 die Website pflanzenoel.ch.

Wie Markus Deppeler die 21 Jahre des Unternehmertums erlebte und welche Herausforderungen ihm gegenüberstanden, berichtet er uns im Interview.

Seit 21 Jahren verkaufen Sie bereits hochwertige Speiseöle. Wie hat das alles gestartet?

Ich hatte einen kleinen Bauernhof und wollte veredelte Produkte direkt an Endkonsumierende verkaufen. Auf der Suche nach dem richtigen Produkt bin ich in einer deutschen Landwirtschaftszeitung auf die Ölproduktion gestossen. Nach zahlreichen Recherchen und Testversuchen startete ich die Produktion der Pflanzenöle auf dem eigenem Hof. Im Vergleich zu herkömmlichen Speiseölen sind kaltgepresste Pflanzenöle weitaus gesünder und zu hundert Prozent rein.

Ölpresse

Ölkuchen

Sie haben unterschiedliche Verkaufskanäle ausprobiert. Wie haben Sie Ihre Strategie gefunden?

Mein Bauernhof liegt abseits eines Dorfes und es verwirren sich kaum Leute hierher, deshalb machte damals ein typischer Hofladen keinen Sinn. Anfang der 2000er Jahre waren zudem hochwertige Öle in der Schweiz eine Seltenheit und benötigten spezielle Erklärung. Deshalb besuchten wir über 20 Märkte pro Jahr, um unsere Produkte persönlich vorzustellen. Heutzutage haben sich die Märkte jedoch verändert und wir gehen nur noch an wenige gezielte Märkte und Messen.

Früh starteten wir auch den Verkauf über den Onlineshop. Dieser ist standortunabhängig und die Kundschaft kann sich direkt selbst über die Produkte informieren. Der Versand war dabei eine der grössten Herausforderungen. Nach einigen Vergleichen von Logistikpartnern entschieden wir uns für die Schweizer Post und versenden heute über 2000 Pakete im Jahr. Früher sandten wir die Produkte auch ins Ausland. Die Zollkosten waren jedoch höher als das Produkt selbst und mehrfach wurden Pakete an Ländergrenzen aus unerklärlichen Gründen zurückgewiesen.

Wir konnten über die Jahre eine super Stammkundschaft aufbauen, viele geben nun per Telefon, Mail oder Shop Ihre Bestellungen durch und holen die Produkte direkt ab Hof ab. Der persönliche Kontakt ist trotz Digitalisierung sehr wichtig bei uns.

2004 sind Sie mit PepperShop live gegangen. Was hat sich bis heute verändert am Shop?

Wir haben uns mit dem PepperShop über die Jahre weiterentwickelt. Letztes Jahr haben wir dann in Zusammenarbeit mit Glarotech GmbH und LEXO GmbH ein kleines Projekt gestartet und die komplette Webseite in den Shop integriert sowie das Design aufgefrischt. Dabei konnten wir einige Tipps mitnehmen, wie beispielsweise die Wichtigkeit der eigenen Inhalte oder die Funktionalität von Flexboxen.

Mein Lieblingsmodul des PepperShops ist das Gutschein Modul. Es ist sehr vielfältig einsetzbar. Einerseits benötigen wir es bei Fehlbestellungen und falschen Rechnungsbeträgen. Andererseits belohnen wir damit unsere langjährige Kundschaft und können ihnen so unsere Anerkennung zeigen.

Startseite pflanzenoel.ch

Pflanzenoel.ch ist eine Aktiengesellschaft. Wie kam es dazu?

Die Landwirtschaft ist eine Branche mit hohen Investitionskosten woraus hohe Abschreibungen resultieren. Obwohl das Geschäft gut lief, hatten wir kaum flüssige Mittel. Den Gewinn investieren wir jeweils sofort wieder in neue Maschinen. Deshalb haben wir uns für die Gründung einer Aktiengesellschaft entschieden.

Die meisten Aktionäre sind zudem auch unsere Kunden/innen, wir können sie sogleich in Entscheidungen miteinbeziehen und uns ihre Ideen anhören. An der jährlichen Generalversammlung zeigen wir jeweils auch unseren Betrieb, die Felder sowie die neuen Maschinen. So profitieren wir gegenseitig. Ausserdem ist dank der Aktiengesellschaft die Beziehung zur Firma juristisch sauber geregelt.

20 Jahre PepperShop – Wie alles begann…

Wie hat das IT-Studium die Gründung von PepperShop beeinflusst? Woher stammt die Idee? Und warum ist PepperShop so scharf? Begleiten Sie uns auf unseren 20-jährigen Firmenrückblick.

Am Anfang stand die Diplomarbeit

Der Grundstein für das Erfolgsprojekt PepperShop wurde in der Studienzeit von Roland Brühwiler, Reto Glanzmann und José Fontanil an der ZHAW (Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften) gelegt. Brühwiler und Glanzmann kannten sich bereits aus der Berufsschule, Fontanil stiess im Studium dazu. Dass die angehenden Diplom-Ingenieure der Informationstechnologie 20 Jahre später Geschäftsleitungsmitglieder eines gemeinsamen Unternehmens sein werden, wagte in diesem Moment sicherlich keiner zu träumen.

Die Idee zum Webshop entstand im Rahmen der Diplomarbeit «PHP-WEBSHOP» von Glanzmann und Fontanil. Die beiden Studenten ergriffen die Chance und wollten gemeinsam etwas Grosses erreichen. Zahlreiche Arbeitsstunden und hunderte Seiten Dokumentation später, stand das Fundament des heutigen PepperShops. Die Diplomarbeit wurde mit der Bestnote belohnt und stiess bereits damals auf grosse Beachtung.

Erste Mieterin im Tedi-Zentrum

Die Idee eines Webshops liess die IT-Ingenieure nicht mehr los. So kam es, dass sich aus dem Unternehmen «Glarotech Informatikdienstleistungen Glanzmann & Brühwiler», welches im Jahr 2000 gegründet wurde, 4 Jahre später die «Glarotech GmbH» entwickelte mit dem Fokus der Entwicklung eines Webshops .

Unterstützt in der Firmengründung wurde das Start-up vom Tedi-Zentrum (Technologie- und Dienstleistungszentrum), dem heutigen Jung-Unternehmer-Zentrum. Die Glarotech GmbH zog als erste Firma in das Zentrum in Wil ein und profitierte vom neuartigen Angebot.

Zeitungsartikel vom 31.12.2004

Warum sind wir so scharf?

Okay, nicht wir sondern das System PepperShop. Gestartet ist der Webshop als Fachhochschulprojekt unter dem Namen „Framework für einen Webshop in PHP“. Während der darauffolgenden Diplomarbeit musste dann einen besseren Namen her. Nach zahlreichen Wortkombinationen im Google gab es schlussendlich bei «Pepper» und «Shop» keine Suchresultate mehr. Kombiniert mit dem damals populären Programmiersprache Akronym «PHP» ergab sich dann der lange verwendete Zungenbrecher «PhPepperShop». Früh kam der Wunsch auf, das «PHP» aus dem Namen zu streichen. Ein japanischer Domaingrabber* hatte jedoch «peppershop.com» reserviert, alle anderen Domains waren bereits im Besitz von Glarotech GmbH. Deshalb fragten die Jungunternehmer im Laufe der Jahre immer wieder an, ob die Domain verkauft werden könne. Bei jeder Anfrage verdoppelte sich jedoch der Preis des Angebots. Im Jahr 2016 haben die drei Geschäftsinhaber dann doch in den sauren Apfel gebissen und das Angebot angenommen.

Ein Tipp von den Gründern: Nehmen Sie das erste Angebot Ihrer Wunsch-Domain an.

PhPepperShop Logo von 2001 – 2016
PepperShop Logo ab 2016

Im zweiten Teil des Rückblicks erfahren Sie dann, was PepperShop mit Kuchen und Cakes zu tun hat.

* Eine Person, die eine grössere Anzahl von Internet-Domainnamen zur Gewinnmaximierung registriert.

Sichere Zahlungen im Onlineshop dank 3-D Secure 2.0

Seit September 2019 herrscht ein neuer Standard für Online-Transaktionen: 3-D Secure 2.0. Eine zusätzliche Sicherheitsebene minimiert Betrugsfälle und abgebrochene Einkäufe. Der Standard sorgt zudem für reibungslose Zahlungserfahrungen und steigert die Transaktionssicherheit.

Was ist 3-D Secure 2.0?

3-D Secure 2.0 ist ein Sicherheitsstandard für das Bezahlen im Internet. Das Verfahren soll Kreditkartenzahlungen sicherer machen, indem Kundinnen und Kunden den Bezahlvorgang mit zwei Sicherheitsmerkmalen bestätigen müssen (Zwei-Faktor-Authentifizierung). Visa und Mastercard bieten 3-D Secure 2.0 unter dem Namen Verified by Visa und Mastercard Identity Check an.
Hintergrund des Sicherheitsstandards sind die Regulationen im Rahmen der zweiten EU-Zahlungsrichtlinie PSD2, welche im September 2019 in Kraft getreten sind. Bis anhin ist die Umsetzung der starken Kundenauthentifizierung im E-Commerce freiwillig, ab dem 31. Dezember 2020 ist diese in den EU-Ländern und der Schweiz Pflicht.

So funktioniert 3-D Secure 2.0

Um die starke Kundenauthentifizierung zu gewährleisten, müssen Kundinnen und Kunden Ihre Identität über mindestens zwei der drei Faktoren nachweisen:

Wissenbesitzinihärenz
etwas, das die Kundschaft weiss:etwas, das die Kundschaft hat:etwas Persönliches der Kundschaft:
Passwort
PIN
Geheimabfrage
Zahlenabfolge
Mobiltelefon
Wearable Geräte
Token
Smartcard
Fingerabdruck
Stimmerkennung
Iriserkennung
Gesichtszüge
Tab 1: Sicherheitsfaktoren 3-D Secure 2.0

Es gibt einige Ausnahmen, bei denen die Zwei-Faktor-Authentifizierung nicht durchgeführt werden muss und der Sicherheitsstandard trotzdem eingehalten ist:

  • Kleinbeträge
  • Wiederkehrende Zahlungen
  • Whitelisting (Liste mit vertrauenswürdiger Kundschaft)
  • Zahlungen mit geringem Risiko

Vorteile für Händler/innen

3-D Secure 2.0 ist vollständig in den Bestellprozess integriert und hilft Kreditkartenbetrüge zu reduzieren. Dank dem reibungslosem Zahlungsvorgang (Frictionless Flow) profitieren Händlerinnen und Händler von einer Steigerung der Conversion Rate und wenigeren Zahlungsabbrüchen durch risikobasierte Authentifizierung.

Was heisst das für meinen PepperShop Onlineshop?

In Ihrem Onlineshop kümmern sich Zahlungsanbietern wie beispielsweise SIX Payment Services, Datatrans oder PostFinance um die technische Anbindung der Online-Bezahlmethoden. Deshalb ist der Zahlungsanbieter für die Einhaltung des Sicherheitsstandards 3-D Secure 2.0 zuständig. Die meisten Zahlungsanbieter haben Ihre Zahlungsmaske bereits an den Standard angepasst. Falls Sie als Händler/in Änderungen vornehmen müssen, werden Sie direkt von Ihrem Zahlungsanbieter kontaktiert.

Fazit

Der neue Sicherheitsstandard bringt einige Optimierungen mit sich. Ihr Onlineshop ist für die Änderungen vorbereitet und Sie müssen sich keine Sorgen machen, die neuen Regulationen nicht einhalten zu können. Falls Änderungen auf Sie zukommen, werden Sie direkt von Ihrem Zahlungsanbieter angeschrieben.

Quelle:
https://www.six-payment-services.com/dam/download/flyers/e-commerce/Worldline-SCA-position-paper-de.pdf

Sitemap – site…was?

Google, Bing, Yahoo, etc. kennen alle Antworten auf unsere Fragen und liefern den passenden Inhalt zu jeder Suchanfrage. Wie finden Suchmaschinen die Websites? Und wie finde ich heraus, ob mein eigener Onlineshop von den Suchmaschinen gefunden wird? Um diese Fragen zu beantworten, ist es wichtig zu verstehen, wie Suchmaschinenanbieter funktionieren und wie Sitemaps diese dabei unterstützen können.

Was ist eine Sitemap?

Eine Sitemap ist ein Suchmaschineninstrument und hilft den Suchmaschinen Ihre Website oder Ihren Shop aufzufinden. Der Begriff ist eine Verbindung aus «Site» (Website) und «map» (Plan, Verzeichnis). Duden definiert eine Sitemap als Inhaltsverzeichnis einer Website.

Warum brauchen Suchmaschinen Sitemaps?

Die Suchmaschinen scannen mithilfe von Bots, sogenannter Crawler, alle Websites rund um die Welt. Die Crawler analysieren und katalogisieren dabei sämtliche Inhalte. Bei umfangreichen Websites folgen die Crawler dem Seitenaufbau jedoch nicht endlos. Hierbei können die Sitemaps die Crawler unterstützen. Sitemaps zeigen den Crawler die relevantesten Inhalte und verhelfen der Suchmaschine die richtige Website auf eine Suchanfrage auszuliefern.

Benötige ich eine Sitemap für meinen Onlineshop?

Ob Sie eine Sitemap benötigen, ist abhängig vom Aufbau der Website und der Suchmaschine. Für die Suchmaschine Google empfiehlt es sich eine Sitemap zu erstellen, wenn die Website

  • sehr umfangreich ist,
  • ein grosses Archiv an Inhaltsseiten ohne einer guten Verknüpfung hat,
  • neu ist oder
  • aus vielen Bildern und Videos besteht.

Bei kleineren Websites, Nachrichtenseiten oder bei Verwendung eines Website-Hosting-Dienstes ist eine Sitemap nicht unbedingt nötig.

Testen Sie doch einmal selbst, ob Ihr Onlineshop von den Crawler gefunden wird. Wenn Sie im Google „site:“ mit der gewünschten Domain eingeben z.b. site:www.peppershop.com, sehen Sie alle gelisteten Beiträge. Falls nun gewisse Artikel fehlen, kann eine Sitemap den Crawlern helfen, diese aufzufinden.

PepperShop generiert eine Sitemap Ihres Onlineshops automatisch

Im PepperShop ist bereits eine automatische Sitemap vorhanden, die bis zu 50’000’000 Artikel indexiert und übermittelt. Die Generierung der Sitemap Ihres PepperShops finden Sie unter:

Artikel → Massenmutationen → Suchmaschinenoptimierung → Sitemap generieren

Screenshot PepperShop
Screenshot PepperShop

Den generierten Link der Sitemap können Sie nun bei den gewünschten Suchmaschinenanbietern hochladen. Danach kann die Suchmaschine die Datei lesen und interpretieren. Bei Artikelmutationen muss jeweils der Link im PepperShop aktualisiert werden, der eingegebene Link bei der Suchmaschine bleibt jedoch derselbe.

Übermittlung der Sitemap bei Google Webmaster Tools:
http://www.google.com/webmasters/tools/

Übermittlung der Sitemap bei Bing Webmaster Tools:
http://www.bing.com/toolbox/webmasters/

Fazit

Sie wissen nun, dass eine Sitemap das Inhaltsverzeichnis einer Website ist. Überprüfen Sie einmal selbst, ob Ihr Onlineshop gefunden wird. Falls nicht alle Artikel gelistet werden, kann eine Sitemap dabei unterstützen. Dann werden Sie von den Crawler bestimmt nicht übersehen.

Aufgepasst: Seien Sie gespannt auf die kommende Version des PepperShops V9. Dank dem Update werden die Sitemaps automatisch aktualisiert.

Quellen:
https://support.google.com/webmasters/answer/156184?hl=de
https://www.duden.de/rechtschreibung/Sitemap

Flexibel und innovativ im E-Commerce

Mithilfe des PepperShops hat die Okutex AG Anfang des Jahres einen bis zu 10x höheren Umsatz als in den letzten Jahren erreicht. Acht Wochen lang waren stationäre Geschäfte geschlossen und sorgten für einen Schub in Richtung Online-Handel. Im April 2020 war das E-Commerce-Wachstum gemäss dem Commerce Report Schweiz 2020 um rund 65 % höher als im Vorjahr.

Lassen Sie uns einen Blick darauf werfen, wie die Okutex AG PepperShop nutzte, um schnell und erfolgreich auf den sich verändernden Markt zu reagieren:

Der Weg von hochqualitativer Stoffe zu wiederverwendbaren Stoffmasken

Die Verbreitung von SARS-CoV-2 fordert vermehrt das Tragen einer Atemschutzmaske. Die Okutex AG hat dabei schnell bemerkt, dass Wegwerfmasken ökologisch wenig sinnvoll sind. Die Produktion von wiederverwendbare Stoffmasken war daher bei den traditionelle Stoffmanipulanten naheliegend. Zudem ist die lokale Produktion von Stoffen nachhaltiger.

Okutex AG: Der St. Galler Familienbetrieb wird bereits in der dritten Generation von Matthias Heé betrieben und fokussiert sich auf die Entwicklung und Vertrieb von qualitativer Stoffe, die vorwiegend in der Schweiz hergestellt werden.

Bei der Produktion von Stoffmasken ist die Auswahl des Stoffes essenziell. Zuerst wollte die Okutex AG den klassischen Edelweissstoff benutzen, da dieser auch bei der Kundschaft gut ankommt. Nach kurzen Tests haben sie jedoch bemerkt, dass der Stoff zu schwer zum Atmen ist. Deshalb entwickelten sie einen leichteren und atmungsfähigeren Stoff, der Viren praktisch nicht durchkommen lässt. Und so kam es zu den fertigen Stoffmasken, die es heute in ihrem Online-Shop zu kaufen gibt:

Screenshot: www.swiss-textiles-shop.com

Einfache und schnelle Anpassung im PepperShop

Die Änderungen im PepperShop hat dabei das Unternehmen selbständig alleine durchgeführt. Für die Stoffmasken mussten lediglich die neue Rubriken «Masken» und «Maskenstoffe» erstellt werden. Die Herausforderung besteht gemäss Matthias Heé in der Präsentation und Platzierung der verschiedenen Masken und Modellen im Online-Shop.

„Wir haben entdeckt, dass das Online Geschäft auch für uns mit den richtigen Produkten viel Potenzial hat.“

Matthias Heé, CEO Okutex AG

Für die Okutex AG hat sich gemäss Matthias Heé der Online-Shop erstmals so richtig gelohnt. Seit zehn Jahren verkaufen sie bereits Stoffe per Meter online. Mit den Stoffmasken konnten sie nun den E-Commerce vorantreiben.

konjunkturpaket

Konjunkturpaket Deutschland: Temporäre MWST Anpassung

Wirtschaft gezielt stabilisieren

Am 01. Juli 2020 wird die Mehrwertsteuer in Deutschland temporär angepasst. Die Regierung hat ein umfangreiches Konjunkturpaket von rund 130 Milliarden Euro gesprochen, welches die Wirtschaft ankurbeln und Familien unterstützen soll. Ein Teil dieses Pakets ist die temporäre Senkung des Mehrwertsteuersatzes für Waren, welche auf dem deutschen Markt vertrieben werden. Dies gilt auch für Ihren Onlineshop.

Der Standard Mehrwertsteuersatz in Deutschland ist seit 2007 gültig und beläuft sich auf 19%. Der MWST-Satz soll nun befristet vom 1. Juli 2020 bis am 31. Dezember 2020 auf 16% gesenkt werden. Der ermässigte MWST-Satz wird in dieser Zeit von 7% auf 5% angepasst.

Bin ich von dieser Anpassung betroffen?

Diese Massnahme betrifft Sie, sobald Ihr Unternehmen mehrwertsteuerpflichtig ist und Sie Ihre Produkte auf dem deutschen Markt vertreiben.

Wie passe ich den MWST-Satz in meinem Onlineshop an?

Damit Sie Ihren Shop auf die Änderung am kommenden Mittwoch, 01. Juli 2020 vorbereiten können, haben wir Ihnen eine kurze Wegleitung angefertigt, die Sie bei dieser Anpassung unterstützt. 

direkt zur Anleitung

Zu welchem Zeitpunkt muss ich die MWST-Sätze anpassen?

Der Stichtag vom 1. Juli 2020 bezieht sich auf die Leistungserbringung. Das bedeutet, dass alle Sendungen, welche zwischen dem 1. Juli 2020 und dem 31. Dezember 2020 geliefert werden mit dem angepassten MWST-Satz besteuert werden. Dies gilt unabhängig davon, wann die Bestellung getätigt wurde.

Auch in anderen Bereichen, welche den Onlinehandel nicht direkt betreffen, wurden Massnahmen beschlossen. So wird z.B. in der Gastronomie der MWST-Satz für Konsumationen in Gastrobetrieben von 19% auf 7% gesenkt. Hier gilt vorläufig eine einjährige Frist vom 1. Juli 2020 bis zum 30. Juni 2021.

Ergänzung vom 18.12.2020: Per 01.01.2021 wird in Deutschland bis auf einzelne Branchen die MWST wieder auf die bis dato üblichen Sätze von 19 % bzw. 7 % angehoben. In der Anleitung im Kapitel 2.2.2 ist beschrieben, wie der MWST-Satz im PepperShop angepasst werden kann.

Frau an Laptop am Tisch

Onlineshop erstellen: Die Checkliste

Onlinehandel hier. E-Commerce da. Zwei Buzzwords, welche im Geschäftsalltag nicht mehr wegzudenken wären. Mit Berechtigung. Das Vertreiben der eigenen Produkte über den digitalen Kanal wird für einen Grossteil der Unternehmungen zum Imperativ. Zumindest für jene, die zukünftig wettbewerbsfähig bleiben möchten. Und wer möchte das nicht? Doch das E-Commerce-Universum ist äusserst vielfältig. Viele Einflussfaktoren sind zu berücksichtigen. Dazu gehören die Definition der Zielgruppen, die Wahl der eigenen Domain und der richtigen Bezahlmethoden, die Ausarbeitung eines Logistik-Konzeptes und Vieles mehr. Sie sehen es selbst, Shop-Betreiber müssen eine Vielzahl an kleinen Zahnrädern in Bewegung setzen, damit der eigene Onlineshop zum Erfolg werden kann. Legen wir los.

Onlineshop? Wofür überhaupt?

Dass der Onlinehandel seit einigen Jahren auf dem Vormarsch ist, muss ich Ihnen wahrscheinlich nicht erläutern. Die Umsatzzahlen des Schweizer Onlinehandel sind seit Jahren auf der Überholspur. Tendenz steigend.

Nichtsdestotrotz ist es wichtig, dass Sie sich bewusst für den Vertrieb über einen eigenen Onlineshop entscheiden. Stellen Sie sich in der Anfangsphase drei grundlegende Fragen:

  1. Welche Produkte möchte ich online vekaufen?
    Heutzutage kann (fast) jedes Produkt online verkauft werden. Doch nicht jedes Produkt eignet sich dafür. Machen Sie sich Gedanken darüber, welche Produkte Sie in Ihrem Onlineshop vertreiben möchten. Macht es Sinn, das gesamte Sortiment online zu verkaufen oder möchten Sie bloss einen Teil davon im Onlineshop anbieten?

  2. Sind diese Produkte für den Onlinevertrieb geeignet?
    Besteht überhaupt eine Nachfrage nach Ihren Produkten? Sind die Produkte, welche Sie online vertreiben möchten im Trend? Analysieren Sie Trends und finden Sie heraus, nach welchen Keywords die Menschen suchen. Dafür eignen sich kostenlose Tools wie Google Trends und der Google Keyword-Planer perfekt.
  3. Wer soll meine Produkte online kaufen?
    Die Zielgruppendefinition: Unnötiges Theorie-Gedöns oder knallharte Praxis? Die Antwort ist klar: Wenn Sie nicht wissen, an wen Sie Ihre Produkte verkaufen möchten, werden Sie im E-Commerce nur mässig Erfolg haben. Achtung: Es folgt ein kleiner Exkurs in die Basics der Zielgruppendefinition.

Definieren Sie Ihre Zielgruppe(n)

B2B oder B2C – das ist hier die Frage. Entscheiden Sie zuerst, ob Sie Ihre Produkte an Privatpersonen (B2C: Business to Customer) oder an Unternehmungen (B2B: Business to Business) vertreiben. Natürlich ist es auch möglich, Ihre Produkte an Endkonsumenten, sowie an Unternehmungen zu verkaufen. Nichtsdetotrotz unterscheidet sich die Zielgruppendefinition für den B2C- und B2B-Vertrieb massgeblich voneinander. Warum? Ganz einfach: Endkonsumenten ticken bei Kaufentscheidungen anders als Unternehmungen, bei welchen vielleicht bis zu 10 Mitarbeiter in einer Kaufentscheidung involviert sind.

Definition der B2C-Zielgruppe(n)

  • Demographisch: Alter, Geschlecht, Wohnort, Familienstand
  • Sozioökonomisch: Beruf, Bildungsstand
  • Psychografisch: Motivation, Meinung, Werte, Wünsche, Lebensstil, Lebensziele
  • Kaufverhalten: Preissensibilität, Kaufreichweite, Mediennutzung

Definition der B2B-Zielgruppe(n)

  • Firmendemografisch: Branche, Standord, Grösse, Position
  • Ökonomisch: Infrastruktur, finanzielle Mittel

Im B2B-Bereich geht es zuerst darum, die richtigen Unternehmen zu finden, welche Ihnen Ihre Produkte abnehmen. Im zweiten Schritt müssen die sogenannten Entscheider innerhalb der Unternehmungen identifiziert werden. Überlegen Sie sich hierfür, welche Instanzen in einer Unternehmung Sie ansprechen müssen, um Ihr Produkt erfolgreich verkaufen zu können? Müssen Sie direkt auf den CEO los oder reicht es, wenn Sie den Sachbearbeiter in der Einkaufsabteilung überzeugen?

Reservieren Sie frühzeitig die gewünschte Domain

Ich empfehle Ihnen, sich in der Anfangsphase Ihres E-Commerce-Projektes möglichst schnell um die gewünschte Domain für Ihren Onlineshop zu kümmern. Denn findet Ihre Lieblingsdomain einen anderen Käufer, so ist es sehr schwierig sie wieder zubekommen. Doch worauf kommt es bei einer Domain an? Was ist eine gute Domain? Es gibt einige hilfreiche Tipps, was Sie bei der Wahl Ihrer Domain beachten sollten:

  • Domain sollte einprägsam sein.
  • Vermeiden Sie wenn möglich Bindestriche (z.B. mein-neuer-shoeshop.ch).
  • Nutzen Sie keine Wortkombinationen aus Fremdwörtern (z.B. myshoeboutique.ch).
  • Der Name sollte nicht irreführend sein, sondern im besten Fall im Zusammenhang mit Ihrer Unternehmung oder Ihrer Produkte stehen

Bei sogenannten Registraren haben Sie die Möglichkeit, die Verfügbarkeit Ihrer gewünschten Domain zu prüfen und diese direkt für Sie zu reservieren. Namhafte Registrare sind beispielsweise Metanet, Domaindiscount24, Amenic oder Hostpoint.

Payment im Onlineshop: Wie soll bezahlt werden?

Im Verlaufe der Planung Ihres Onlineshops müssen Sie sich unbedingt die Frage stellen, welche Bezahlmöglichkeiten Sie in Ihrem Onlineshop anbieten möchten. Eins vorab: Je mehr, desto besser. Haben Online-Shopper(innen) nämlich die Auswahl aus verschiedenen Zahlungsmethoden, wirkt sich das positiv auf die conversion rate aus. In der folgenden Grafik sehen wir, welche Zahlungsmittel Schweizer Onlinehändler anbieten:

Welche Zahlungsmittel bieten Schweizer Onlinehändler an?

Rechnung

Old but gold. Die klassische Rechnung thront noch immer auf Platz 1 der Zahlungsmittel im Onlinehandel. Laut der aktuellsten Onlinehändlerbefragung bieten 83% aller Onlineshop-Betreiber die klassische Rechnung als Bezahlmethode an.

Beim Kauf auf Rechnung verlässt Ihr Produkt das Lager, ohne dass Sie sich sicher sein können, dass Sie das Geld jemals erhalten werden. Um dieses schwer kalkulierbare Risiko zu minimieren, gibt es zwei Optionen:

  • Die klassische Bonitätsprüfung
  • Die Rechnung mit Zahlungsgarantie

Das Onlineshopsystem von PepperShop verfügt über zahlreiche Anbindungen an Dienstleister im Bereich Risk Management. Weiterführende Informationen und eine hilfreiche Checkliste finden Sie hier.

Kreditkarten

Ein must have für jeden Onlineshop. Wer heutzutage auf Kreditkartenzahlungen in seinem Onlineshop verzichtet, vergrault potentielle Kunden – keine Frage. Die Bezahlung via Kreditkarte ist unkompliziert, schnell und vor allem sicher. Damit Sie Kreditarten als Zahlungsmittel in Ihrem Onlineshop anbieten können, benötigen Sie entsprechende Verträge mit einem Payment Service Provider und einem entsprechenden Acquirer.

Payment Service Provider
In der Schweiz stehen für die Zahlungsabwicklung drei grosse PSP-Anbieter (PSP = Payment Service Provider) zur Verfügung. Dies ist der Vertragspartner, der Ihnen ein virtuelles Terminal zur verschlüsselten Entgegennahme der Kreditkartendaten zur Verfügung stellt, prüft ob die Kreditkarte gedeckt ist und dann die Zahlung beim Acquirer veranlasst. In der Schweiz gibt es drei grosse Payment Service Provider:

Acquirer
Damit Sie Kreditkarten im Internet zur Bezahlung anbieten dürfen, brauchen Sie einen Akzeptanzvertrag mit den jeweiligen Kreditkartenfirmen. Dies wird vertraglich über einen sogenannten Acquirer abgewickelt.

Die Kreditkarten-Kommission (variiert stark, ca. 1.8% – 2.2% vom Umsatz) fällt bei sämtlichen Acquirern an. Diese Kommission ist umsatzabhängig und verhandelbar. Kleiner Tipp: Die Kommissionen sollten spätestens nach Vertragsablauf mit dem Acquiring-Partner wieder neu verhandelt werden.

TWINT

TWINT ist derzeit in aller Munde. Trotz anfänglicher Startschwierigkeiten hat sich die intuitive Zahlungsmethode aus dem Hause PostFinance in der Schweiz etabliert. Vor allem im Onlinehandel. Der Vorteil: Ihre Kunden benötigen nicht zwingend eine Kreditkarte. Der Bezahlprozess ist einfach und unkompliziert. Ihre Kunden scannen einen QR-Code ab und bestätigen via Fingerabdruck oder sie verwenden einen 5-stelligen Zahlencode. Gemäss Medienmitteilung vom Januar 2020, verfügt TWINT mittlerweile über 2 Millionen Nutzer, welche monatlich rund 5 Millionen Transaktionen durchführen.

PayPal

Der amerikanische Online-Bezahldienst zählt zurzeit über 300 Millionen aktive Nutzer. Das schreit für Sie als Onlineshop-Betreiber(in) nach einem enormen Potenzial. Rund 53% der Schweizer Onlineshops bieten PayPal als Bezahlmöglichkeit an.

Vorauskasse

Sie versenden die Ware erst, wenn Sie den entsprechenden Betrag auf Ihrem Bankkonto verbuchen konnten. Das heisst für Sie als Shop-Betreiber(in) also: Null Risiko.
Passen Sie jedoch auf: Vorauskasse stösst in der Schweiz auf wenig Akzeptanz und erhöht die Rate der Kaufabbrüche enorm. Vor allem wenn Sie keine alternativen Zahlungsmethoden wie Rechnung, Kreditkarten, PayPal oder Twint anbieten.

Logistik-Konzept: Wie versende ich meine Pakete?

Die Logistik ist das Rückgrat jedes Onlineshops. Funktioniert Ihre Distribution nicht einwandfrei, so kann es zum Lieferungsverzug kommen. Das kann zur Folge haben, dass die Kundenzufriedenheit sinkt oder der Kunde sich künftig sogar einen alternativen Onlineshop sucht. Das wollen wir nicht. Schenken Sie dem Thema Logistik deshalb bitte mindestens dieselbe Aufmerksamkeit wie Ihrem Design, der korrekten Produktauswahl oder der Suchmaschinenoptimierung (SEO). Es folgen einige Tipps, welche Sie für die Gestaltung Ihres Logistik-Prozesses beherzigen dürfen:

  • Fragen Sie sich, in welche Länder Sie überhaupt liefern möchten.
  • Entscheiden Sie, mit welchen Logistik-Dienstleister Sie Ihre Pakete versenden möchten. Der PepperShop hat beispielsweise direkte Anbindungen an die Schweizerische Post, YellowCube, DPD und DHL. Für Lieferungen ins Ausland eignet sich Asendia sehr gut.
  • Definieren Sie den Umgang mit Retouren.
  • Senden Sie Ihren Kunden für jede Bestellung einen Tracking-Code mit.
  • Der transparente Umgang mit Versandmöglichkeiten und das Widerrufsrecht sind Grundvoraussetzungen eines guten Kundenservices und eines vertrauenswürdigen Onlineshops.

Design: Das Auge shoppt mit

Sie kennen es bestimmt selbst. Sie kommen auf einen Onlineshop und bilden sich innert weniger Sekunden anhand des Designs die Meinung, ob dieser Onlineshop vertrauenswürdig ist oder nicht. Wirkt der Onlineshop unprofessionell, ist er überladen mit Informationen oder Sie können sich schlichtweg nicht mit dem Design identifizieren, verlassen Sie den Onlineshop. Kunde weg, Umsatz weg.

Corporate Identity

Achten Sie darauf, dass Ihr Logo gut sichtbar (optimalerweise oben links oder mittig) in Ihrem Onlineshop positioniert ist. Ihre Corporate Identity bildet die Grundlage des Designs Ihres Onlineshops. Verwenden Sie somit unbedingt ihre Unternehmensfarben und die entsprechenden, definierten Schriften. So wirkt Ihr Onlineshop schnell sehr professionell und konsistent. Das weckt Vertrauen!

Zielgruppengerechtes Design

Ganz am Anfang haben wir Ihre Zielgruppen definiert. Ihre Zielgruppen sind das Mass aller Dinge. Rücken Sie Ihre Zielgruppen IMMER in den Fokus. Auch beim Design. Stellen Sie sich vor, Ihre Zielgruppe besteht aus Schweizer Kleinunternehmen im Bereich Metallbau. Macht hier ein hippes, farbenfrohes Ballon-Design Sinn? Um diese Zielgruppe anzusprechen definitiv nicht.

Übersichtliches Hauptmenü

Ihre Kunden möchten schnell finden, wonach sie suchen. Strukturieren Sie deshalb Ihr Hauptmenü so, dass auf Anhieb klar ist, worum es in Ihrem Onlineshop geht, was Sie verkaufen oder welche Dienstleistungen Sie anbieten.

Produktbilder

Sie müssen sich ziemlich schnell entscheiden, ob Sie Ihre Produktbilder selbst produzieren oder ob Sie jene vom Hersteller verwenden. Beides hat natürlich entsprechende Vor- und Nachteile. Im Grossen und Ganzen ist es sehr wichtig, dass Sie mit Ihren Produktbildern Professionalität ausstrahlen. Kleiner Zusatztipp: Geben Sie Ihren Produktbildern aussagekräftige Dateinamen anstelle von kryptischen Zahlen- oder Buchstabenkombinationen. Also lieber tasse_lila.jpg als f5Hbx3.png. Ein ordentlicher Dateiname wirkt sich positiv auf die Bildersuche bei Google aus,

Marketing, SEO und SEA

So. Sie haben sich nun Gedanken darüber gemacht, weshalb Sie überhaupt einen Onlineshop erstellen möchten. Sie haben Ihre Zielgruppen definiert und wissen, wer Ihre Produkte online einkaufen soll. Online-Bezahlarten sind ready. Das Design Ihres Onlineshops ist attraktiv und ziemlich modern. Aber … niemand kommt und kauft ein. Warum? Das Marketing fehlt!

SEO: Die Basis

SEO (Suchmaschinenoptimierung) befasst sich – wie der Name schon sagt – mit der Optimierung Ihres Onlineshops, damit dieser in den gängigen Suchmaschinen indexiert und schlussendlich von den richtigen Menschen gefunden wird. Es folgen einige SEO-Basics, welche sich ohne grosse Vorkenntnisse umsetzen lassen:

  • Die Ladegeschwindkeit (Google Page Speed) Ihres Onlineshops ist ein massgebender Faktor für ein gutes Ranking bei Google & Co.
  • Optimierte URLs
  • Sinnvolle Meta- und Title-Tags
  • Attraktive und relevante Artikel- und Kategorienbeschreibungen: Es ist empfehlenswert, eigene, hochqualitative Beschreibungen zu produzieren und die Texte nicht vom Mitbewerber oder vom Hersteller zu übernehmen. Denn je einzigartiger und relevanter Ihre Beschreibungen sind, desto besser rankt Ihr Onlineshop bei Google.
  • Nutzen Sie die Google Search Console für eine schnellere und sauberere Indexierung Ihrer URLs bei Google. Wie das funktioniert, zeigen wir Ihnen in einem kleinen Video.

Wie Sie sehen, gibt es zahlreiche Möglichkeiten, wie Sie Ihre Auffindbarkeit in den Suchmaschinen optimieren können. Und das ist nur ein Bruchteil davon. Sie müssen verstehen, dass SEO nichts Einmaliges ist. SEO ist ein kontinuierlicher Prozess.

SEA & Marketing

Phuu. Fast geschafft. Damit Ihr Onlineshop nun Anklang findet, muss Marketing betrieben werden. Tun Sie das jedoch nicht nach Lust und Laune. Bevor Sie die Werbetrommel rühren, müssen Ihnen folgende Punkte klar sein:

  • Wen möchte ich mit meinen Marketingmassnahmen ansprechen? Vergessen Sie bitte nicht: Wir haben ganz am Anfang die Zielgruppe(n) bestimmt. Diese sind immer das Zentrum unseres Handelns. Vor allem im Marketing.
  • Welches sind die Ziele? Ist es Ihr Ziel, möglichst schnell, viele Verkaufsabschlüsse auf Ihrem Onlineshop zu generieren? Möchten Sie Ihre Bekanntheit, Akzeptanz und das Vertrauen Ihres Onlineshops fördern? Möchten Sie die Anzahl Ihrer Onlineshop-Besucher erhöhen? Klar definierte Ziele helfen Ihnen bei der Auswahl der korrekten Marketingmassnahme.
  • Wie hoch ist mein Marketing-Budget?
  • Wie kontrolliere ich, ob meine Massnahmen fruchten?

Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, wie Sie Ihren Onlineshop marketingtechnisch pushen können.
Einige Massnahmen zeigen wir Ihnen gerne hier.

Das Rechtliche

Wir empfehlen Ihnen, ein Impressum, Ihre AGB und wenn Nötig eine Widerrufsbelehrung und die Datenschutzerklärung zu hinterlegen. Die Datenschutzerklärung ist vor allem dann wichtig, wenn Sie Ihre Produkte oder Dienstleistungen an Kunden mit Sitz im EU-Raum verkaufen. Das wichtigste dazu finden Sie hier.

Fazit

Bei der Erstellung eines Onlineshops müssen Sie viele verschiedene Faktoren berücksichtigen. Sie werden mit diversen Themen wie Marketing, Payment, Design, Verkauf, SEO und Recht in Kontakt kommen. Davor können Sie sich in diesem Fall nicht verstecken. Sie sind jedoch nicht allein. Wir sind bestrebt, jeden der auf den E-Commerce-Zug aufsteigen möchte, zu unterstützen.